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gesendet am: 2. Mai 2018
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Betreff: Artikel Ausbeutung von Prof. Klaus Müller aus Lugau im Heft 113

Liebe ZME-Redaktion,

können Sie bitte die beiden Traktate (Grundeinheiten ökonomischer Größen und Die kapitalen Irrtümer in der Marxschen Werttheorie, siehe Anhang) an Herrn Prof. Klaus Müller weiterleiten?

In den Grundeinheiten ökonomischer Größen gehe ich u.a. auch auf folgende Trugschlüsse ein, welche die ganze Marxsche Werttheorie durchziehen und von Herrn Müller unreflektiert wiedergekaut werden (die Seitenangaben beziehen sich auf das Heft 113):

  • den falsche Unterscheidung zwischen konkreter und abstrakter Arbeit, welche zum Doppelcharakter der Ware führen soll (S.27);
  • den Kategorienfehler, daß die Arbeitskraft eine Ware ist (S.28);
  • die kategorischen Unterschiede zwischen Arbeit und Arbeitskraft, zwischen Lohn und Wert der hergestellten Produkte (S.27+28);
  • die falsche Annahme von der Gleichheit unterschiedlicher Warenmengen im Warentausch (S.28);
  • den kategorischen Unterschied zwischen Mehrwert und Profit (S.29);
  • die fehlerhafte Gleichsetzung unterschiedlicher ökonomischer Größen (dem Gebrauchswert, dem Produktwert und dem Tauschwert) die Marx zu solch widersprüchlichen Aussagen wie „Kapital kann nicht in der Zirkulation entspringen und kann ebenso wenig nicht der Zirkulation entspringen“ führen (S.29);
  • der Verwechslung von Lohn und Wert der Arbeitskraft (S.31, S.32); dem Ausdruck des Warenwertes durch eine Geldmenge (S. 32);

In den „kapitalen Irrtümern“ habe ich angefangen, die Aussagen von Marx in seinem Hauptwerk „Das Kapital“ Absatz für Absatz und Satz für Satz zu überprüfen und seine Verstöße gegen anerkannte naturwissenschaftliche Prinzipien zu kommentieren – eine Sisyphusarbeit, die noch Generationen nach mir beschäftigen wird.

Wenn die Marxschen Ökonomen den kategorischen Unterschied zwischen realen Mengen (z.B. Warenmengen, Geldmengen) und deren Eigenschaften (ausgedrückt durch Größen wie Produktwert, Tauschwert und Gebrauchswert) verstehen würden, wären sie endlich gezwungen, den Umfang der bezahlten Arbeitszeit zur unbezahlten Arbeitszeit in der richtigen Einheit (nämlich eine Zeiteinheit) auszudrücken (ohne auf monetäre Analysen ausweichen zu müssen, Müller S. 33) und würden sich damit endlich auf einem naturwissenschaftlich konsistenten Niveau bewegen. Wenn Sie dann noch begreifen würden, daß man unterschiedliche reale Mengen (z.B. Papierscheine, Cu-Ni-Zn-Münzen oder elektronische Spannungszustände) nicht miteinander addieren kann, auch dann nicht, wenn sie die gleiche Bezeichnung Euro tragen, würden Sie endlich auch die Unhaltbarkeit der Berechnung des Volkseinkommens verstehen. So lange die Marxschen Ökonomen weiter gegen naturwissenschaftlich anerkannte Prinzipien verstoßen, bleiben sie weiterhin in ihren unverständlichen Antinomien (wie z.B. Klaus Müller S. 29: „Bei der Ausbeutung geht es gerecht zu“) stecken.Über Ihre gelegentliche Rückmeldung würde ich mich sehr freuen und verbleibe in der Hoffnung auf eine Marxistische Erneuerung.

Mit vielen freundlichen Grüßen von

Nachtrag
siehe Artikel Ausbeutung im Lexoekon